Tap Takeover: Der Kampf der Zapfhähne

Eine Frage stellt sich trotz der neuen globalen Biervielfalt oft: Wie komme ich eingentlich an die Geschmackserlebnisse bestimmter Brauereien, die Hunderte oder gar Tausende Kilometer von mir entfernt liegen?
Nun ja, manchmal kommen die Brauereien, also eigentlich die Braumeister mit ihren Produkten quasi zu einem selbst. Also meistens, ausser man ist Bierfanatiker UND Millionär, finden solche Ereignisse dann in einer Bar oder einem Pub statt, und man spricht vom sogenannten Tap Takeover. Dabei wird für einen Abend lang ein Teil oder auch alle der im Lokal vorhandenen Zapfhähne mit den Bierspezialitäten der Brauerei(en) bestückt. Normalerweise ist dann auch der Braumeister oder CEO selbst anwesend um gerne auf Fragen interessierter Gäste einzugehen.

In Graz wurden wir im März mit dem ersten Tap Takeover überhaupt beglückt und zwar gleich von zwei Brauereimeistern. Im Flann O´Brien fanden sich unter der Organisation von Beerlovers die Herren Menno Olivier von der holländischen Brauerei De Molen und Vasja Golar der steirisch/slovenischen Brauerei Bevog ein. De Molen wurde vor kurzem von Ratebeer zur 6.besten Brauerei der Welt gekürt und Bevog führt die Liste der besten Biere Österreichs auf dieser Seite schon lange an. Beide Brauereien betreiben mittlerweile auch ihre eigenen Bierfestivals: das legendäre Borefts in Holland nähe Rotterdamm und das Who-Cares-for-Beer-Festival in Radkersburg in der Südsteiermark.
Dieses spannende Triumphirat beendete nun an diesem Abend eine kleine Tour welche sie zuvor unter anderem in das wiener Kultlokal Hawidere und nach Slovenien geführt hatte. Entsprechend mitgenommen wirkten deshalb die Gesichter mancher Beteiligter und die Stimmung am Tisch der „VIPs“ war zunächst etwas verhalten. Als aber mit dem Genuss jener Bierspezialitäten schließlich bei uns die Hemmschwellen zu fallen begannen wurde aus allgemeinem Interesse schnell entspannte Redseligkeit bis hin zu Späßen über das „Rockstarleben“ der Craftbrauer und einer gemeinsamen Fotosession.

Retrospektiv betrachtet hoffen wir dass dieser tolle Abend nicht das letzte Tap Takeover in Graz gewesen sein wird.

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